Medizinisches Labor Waldenburg

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ADMEDIA
Medizinisches Labor

Weg des Friedens 4 |
08396 Waldenburg

Unsere Fachbereiche

Unser Medizinisches Labor stellt eine umfangreiche Diagnostik sicher.

Laboratoriumsmedizin

Unsere Expertise in der Laboratoriumsmedizin umfasst Autoimmundiagnostik, Molekulare Diagnostik, Infektionsserologie, Allergologie und Klinische Chemie. Wir kooperieren eng mit Partnerlaboren, um Ihnen eine schnelle und qualitativ hochwertige Diagnose ...

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Mikrobiologie

Unser Fachbereich Mikrobiologie steht Ihnen bei der Untersuchung verschiedenster humaner Proben auf pathogene Erreger zur Seite. Mit langjähriger Expertise und modernster Technologie sind wir spezialisiert auf die Diagnostik von Tuberkulose ...

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Darmflora-Diagnostik

Für unsere Diagnostik verwenden wir eine Kombination zahlreicher Verfahren. Die Darmflora wird kulturell unter aeroben und anaeroben Bedingungen angezüchtet. Die Verwendung verschiedener Selektivmedien gibt im Ergebnis ...

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Hygienediagnostik

Unser medizinisches Labor ist Ihr kompetenter Partner für Hygienediagnostik. Wir überprüfen Sterilisationen, Reinigungs- und Desinfektionsgeräte mittels Bioindikatoren. Zudem gewährleisten wir die hygienische Aufbereitung von Endoskopen und Instrumenten ...

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Unser Labor

Herzlich Willkommen.

Unser Labor in Waldenburg blickt auf eine jahrzehntelange Geschichte zurück. Die Ursprünge liegen im Fachkrankenhaus für Lungenkrankheiten, welches 1948 im Schloss Waldenburg eingerichtet wurde. Nachdem das Fachkrankenhaus 1998 schloss, zog das Labor in Laborräume in der Heinrich-Heine-Straße in Waldenburg um. Das Gebäude wurde umgebaut und mit einem S3-Labor ausgestattet, so dass die Spezialrichtung Tuberkulosediagnostik weitergeführt werden konnte.

Im Jahr 2007 übernahm die ADMEDIA Medizinisches Versorgungszentrum GmbH das Laboratorium und zog im Dezember 2011 in den Neubau im Weg des Friedens 4. Auf 900m² analysieren hier fachkundige Mitarbeiter medizinische Proben aller Art.

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Laboratoriumsmedizin

Autoimmundiagnostik, Infektionsserologie, Biochemie, Molekulare Diagnostik und Allergologie

Klassisch

Essentiell in der medizinischen Diagnostik


Im Bereich Laboratoriumsmedizin liegt unsere Kompetenz vor allem im Bereich der Autoimmundiagnostik, Molekularen Diagnostik und Infektionsserologie. Aber auch Allergologie und die Klinische Chemie gehören zu unserem Repertoire.

Dabei arbeiten wir eng mit Partnerlaboren zusammen um eine rasche und qualitativ hochwertige Diagnostik und möglichst breite Analysenpalette zu ermöglichen.

2

Mikrobiologie

Bakteriologie und Tuberkulose, Mykologie, Parasitologie, Virologie

Mikrobiologie

mit der Kernkompetenz Tuberkulose


In unserem Fachbereich Mikrobiologie untersuchen wir für Sie verschiedenste humane Proben auf pathogene Erreger. Dabei profitieren Sie von unserer jahrzehntelangen Expertise. Eine unserer Kernkompetenzen liegt dabei im Bereich der Tuberkulose Diagnostik. Verlassen Sie sich auf unsere modernen Technologien und erfahrenen Laboranten für eine präzise Diagnose.






3

Darmflora-Diagnostik

Informationen zur neuen Darmflora-Diagnostik

Der menschliche Körper wird von einer schier unglaublich großen Menge an Mikroorganismen bewohnt. Allein unser Darm wird von 1014 Bakterien bevölkert. Dieses Zusammenleben ist symbiotisch, sodass der menschliche Körper und die Mikroorganismen bei dermaßen davon profitieren. Wir bieten den Bakterien in unserem Körper Schutz und Nährstoffe und die Mikroben helfen uns bspw. in der Verwertung bestimmter Nahrungsbestandteile. Die Darmbarriere wird durch die Bakterien gestärkt und ein Ansiedeln humanpathogener Erreger durch die Schaffung eines bestimmten Milieus erschwert. Zusätzlich dazu produzieren unsere Darmbakterien wichtige Stoffe, wie z.B. kurzkettige Fettsäuren, die unserer Gesundheit dienlich sind. All diese Funktionen sind wichtig für einen gesunden Darm und einen gesunden Körper.

Ist dieses sensible Ökosystem gestört, kann das weitreichende Folgen für den Organismus haben. Die Folge einer gestörten Darmflora sind oft erhebliche und chronische Verdauungsbeschwerden. Ein Teufelskreis beginnt. Durch den Verlust der „guten“ Bakterien wird die Abwehr gegenüber (obligat) pathogenen Bakterien geschwächt. Sie können sich nun vermehrt ansiedeln und teils erhebliche Mengen an Gasen und toxischen Stoffen produzieren. In der Folge kann auch die Darmschleimhaut geschädigt und fort folgend die Darmbarriere geschwächt werden. Chronische Entzündungszustände und eine erhöhte Infektanfälligkeit können folgen. Symptome, wie zum Beispiel rezidivierende Durchfälle, Blähungen und andere Verdauungsbeschwerden, schränken die Lebensqualität von Betroffenen teils erheblich ein.

Die Auslöser für Verschiebungen der Darmflora hin zu einem ungünstigen Milieu können vielfältig sein. Eine einseitige und ungesunde Ernährung mit viel tierischen Fetten und zu vielen Kohlenhydraten kann dabei längerfristig eine der Ursachen darstellen. Nicht selten kommt es jedoch auch bei dauerhaftem Stress, Infektionen oder Antibiotika-Einnahmen zu Veränderungen der Darmflora. Auch bei vielen multifaktoriellen Erkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Chron, Reizdarm, Rheuma sowie Diabetes sind chronische Verschiebungen der Darmflora bekannt, welche zum Krankheitsbild zumindest beitragen können.

Die als Dysbiose bezeichneten Veränderungen zu diagnostizieren ist der erste Schritt, um eine gesunde Darmflora wieder aufzubauen, Symptome zu lindern und Lebensqualität zurückzuerhalten.
Für unsere Darmflora-Diagnostik verwenden wir eine Kombination zahlreicher Verfahren. Die Darmflora wird kulturell unter aeroben und anaeroben Bedingungen angezüchtet. Die Verwendung verschiedener Selektivmedien gibt im Ergebnis einen guten Überblick über die Leitkeime der Darmflora. Viren und Parasiten werden molekulargenetisch mittels PCR nachgewiesen. Darüber hinaus werden Immunoassays mit verschiedenen Schnelltests und mikroskopischen Verfahren kombiniert.
Werden Stuhlproben über mehrere Tage hinweg ungekühlt in weit entfernte Labore verschickt, so kann es innerhalb dieser Proben zu Verschiebungen in den bakteriellen Gemeinschaften kommen. Einige Bakterien vermehren sich während des Versandes weiter, während andere durch Konfrontation mit Sauerstoff oder durch ein geringes Nahrungsangebot absterben. Diese Veränderungen während des Postversandes sind höchst individuell. Der Effekt ist umso höher, je länger die Probe unterwegs ist. Warme Außentemperaturen begünstigen diesen Effekt zusätzlich. In der Folge würden Sie falsche Ergebnisse bekommen. Eine schnellstmögliche Untersuchung der Stuhlprobe ist also essentiell. Dies können wir nun in unserem Labor in Waldenburg gewährleisten.
In unserem Labor in Waldenburg sind wir in der Lage wichtige Leitkeime der humanen Darmflora quantifizieren und Krankheitserreger sicher identifizieren zu können. Die mikrobiologische Analyse kann durch die Bestimmung verschiedener Entzündungs- und Vitalmarker sinnvoll ergänzt werden. Ein medizinischer Befund, eine kompetente Beratung sowie therapeutische Empfehlungen sind für uns ebenfalls selbstverständlich. Für die Untersuchung benötigen wir lediglich eine haselnussgroße Menge Stuhl. Die Analyse findet dann lokal in Waldenburg statt. Eine tagelange Versendung per Post, wie bei zahlreichen anderen Laboren, entfällt!

Die Ergebnisse der Stuhluntersuchung werden bereits nach wenigen Tagen zur Verfügung stehen.


Darmflora (Basis-Profil) – 58,26 EUR

Das Basic-Profil umfasst die Bestimmung der anaeroben und aeroben Leitkeime:

  • Escherichia coli
  • Klebsiella spp.
  • weitere Enterobacteriaceae
  • Morganella morganii
  • Proteus spp.
  • Enterococcus spp.
  • Pseudomonas spp.
  • Staphylococcus spp.
  • Streptococcus spp.
  • hämolysierende Streptokokken
  • Bacillus spp.
  • Bacteroides spp.
  • Bifidobacterium spp.
  • Lactobacillus spp.
  • Clostridium spp.
  • ggf. sonstige auffällige Bakterien
  • Candida spp.
  • weitere Pilze


Der pH-Wert des Stuhles wird ebenfalls bestimmt und ist das Ergebnis sämtlicher Stoffwechselleistungen unserer Darmflora. Somit können auffällig erhöhte oder erniedrigte pH-Werte z.B. auf bakterielle Veränderungen oder Lebensmittelunverträglichkeiten hinweisen.


Entzündungs- und Vitalparameter – 102,58 EUR

Im Entzündungsprofil werden wichtige Entzündungs- und Vitalmarker aus dem Stuhl bestimmt um einer etwaigen Dysbiose ursächlich auf den Grund gehen zu können. Zudem können Aussagen über ein mögliches Leaky-Gut-Syndrom, dem Zustand der Darmschleimhaut und dem Darm-assoziierten Immunsystem sowie einer möglichen Fehlfunktion der Pankreas getroffen werden. Das Paket umfasst die Bestimmung von Calprotectin, Lactoferrin, Alpha-1-Antitrypsin, Pankreas-Elastase und sekretorischem IgA.

Helicobacter pylori sowie Clostridium difficile sind nicht enthalten, können aber auf Wunsch als Einzelanforderung zusätzlich bestimmt werden. Auch können einzelne Viren zusätzlich angefordert werden.


3. Weitere Untersuchungen – Preis abhängig nach Anforderung

Auch der Nachweis pathogener Erreger (Bakterien, Viren, Parasiten) sowie von Würmern und Wurmeier ist zusätzlich möglich. Weiterhin können zahlreiche Teilprofile sowie Einzeluntersuchungen angefordert werden. Dies ist sinnvoll, wenn beispielsweise nicht das gesamte Profil untersucht werden soll (z.B. im Rahmen einer Kontrolle nach Therapie).


Sprechen Sie gerne Ihren Heilpraktiker oder Ihren Arzt gerne auf unser Untersuchungsspektrum an. Zahlreiche Ärzte und Heilpraktiker kooperieren bereits mit unserem Labor. Von ihrem Arzt oder Heilpraktiker erhalten Sie anschließend die benötigten Materialien für die Probenentnahme. Alternativ können Sie ein Probenentnahme-Kit auch von uns direkt anfordern.

Die Stuhlprobe wird anschließend bequem von zu Hause entnommen. Eine haselnussgroße Menge Stuhl reicht für die Analyse völlig aus. Bitte achten Sie darauf, dass die Probe nicht in Kontakt mit dem Toilettenwasser kommen sollte, da es bereits hier zu bakteriellen Kontaminationen kommen kann, welche das Testergebnis verfälschen können.

Da die Proben schnellstmöglich in unserem Labor analysiert werden sollten um verfälschte Ergebnisse zu vermeiden, ist eine Abgabe direkt vor Ort in Waldenburg (Weg des Friedens 4, 08396 Waldenburg) am sinnvollsten. Darüber hinaus haben Sie auch die Möglichkeit, Ihre Probe bei dem Arzt oder Heilpraktiker wieder abzugeben, von dem Sie das Entnahmesystem erhalten haben. Die Praxen werden regelmäßig von uns angefahren. Bitte achten Sie darauf, dass die Probe, wenn möglich, stets gekühlt werden sollte um verfälschte Ergebnisse zu vermeiden. Ein Postversand sollte, wenn möglich, vermieden werden.
Die Untersuchung der Darmflora wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ob und in welchem Umfang die Krankenkasse die Kosten übernimmt ist von Ihren individuell vereinbarten vertraglichen Bedingungen und Ihrer Krankenkasse abhängig. Bitte fragen Sie diesbezüglich bei Ihrer Krankenkasse nach! Ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse nicht gegeben, muss die Untersuchung privat bezahlt werden. Zum Zwecke der Abrechnung arbeiten wir mit der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Sie interessieren sich für die Untersuchung, haben aber noch Fragen? Sie haben Probleme bei der Interpretation ihres Befundes? Oder benötigen Sie weiterführende Informationen?

Wir stehen Ihnen gerne für Nachfragen bereit!
Bitte nutzen Sie dazu am besten unsere Mailadresse darmflora@admedia-diagnostik.de

4

Hygienediagnostik

Bioindikatoren, hygienische Überprüfungen, Umgebungsuntersuchungen, Raumlufttechnische Anlagen

 


Hohe Relevanz: Hygienestandards

Unser medizinisches Labor bietet eine Vielzahl von Leistungen im Bereich Hygienediagnostik an. Dazu gehörigen die Überprüfung von Sterilisationen, Reinigungs- und Desinfektionsgeräten mit Bioindikatoren sowie die hygienische Überprüfung von Endoskopen und Instrumenten. Außerdem führen wir Umgebungsuntersuchungen von belebten und unbelebten Oberflächen durch um mögliche Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und die hygienischen Standards in Ihrer Einrichtung gewährleisten zu können. Zu unseren Kompetenzen gehört auch die Untersuchung von Raumlufttechnischen Anlagen nach den geltenden Normen.




Die präanalytische Phase

Präanalytik

Startpunkt der medizinischen Diagnostik


Die präanalytische Phase beträgt im Durchschnitt etwa 57 % im Gesamtablauf zwischen Patient und Analysenergebnis und hat damit einen hohen Stellenwert für die Diagnostik.
Die Wahl des richtigen Untersuchungsmaterials bzw. Probenentnahmesystems, korrekte Probenentnahme, Abnahmezeitpunkt und -technik, Auftragserteilung und Logistik sind Teil der vorbereitenden Phase.

Eine gewissenhafte Präanalytik ist also ein entscheidender Faktor für den Fehlerausschluss.




  • die Auswahl des richtigen Untersuchungsmaterials
  • die Auswahl des richtigen Probenentnahmesystems
  • die korrekte Probenentnahme (einschließlich Vorbereitung des Patienten)
  • Abnahmezeitpunkt
  • Abnahmetechnik
  • Probenmenge
  • Auftragserteilung
  • Probenlagerung + Probentransport
  • Zeitspanne zw. der Probenentnahme und dem Eingang im beauftragten Labor
  • Identifizierung und eindeutige Unterscheidbarkeit sowie korrekte Zuordnung von Patientenproben
  • richtige Lagerungsbedingungen im Labor
Mit der Tätigkeit in der Praxis leisten die Einsender einen wesentlichen und verantwortungsvollen Beitrag zur Präanalytik, damit dieser Prozess fehlerfrei ablaufen kann. Die Endverantwortung für die Bearbeitung und Einhaltung der präanalytischen Grundsätze liegt ausschließlich beim behandelnden und laborbeauftragenden Arzt im ambulanten oder stationären Bereich. Nicht jede Einflussgröße und nicht jede Störung lässt sich dabei immer vermeiden. Kenntnisse über diese Störungen und Einflusssgrößen helfen aber bei der Interpretation des Ergebnisses und sollten daher immer mit angegeben werden.

Bitte beachten Sie auch die z.T. analytspezifischen präanalytischen Hinweise in unserem Leistungsverzeichnis!
  • möglichst standardisierte Blutentnahmen einrichten (idealerweise am Morgen)
  • Nüchtern-Blutabnahme wird bei den meisten Parametern empfohlen (v.a. Blutglukose, Insulin, C-Peptid, Triglyzeride)
  • einige Parameter und Hormone unterliegen einem zirkadianen Rhythmus (typische Schwankungen im Tagesverlauf, daher Entnahmezeit auf Anforderungsschein zur Beurteilung wichtig!)
  • Patient sollte während der Blutentnahme eine stabile Lage einnehmen (sitzend oder liegend)
  • Blutentnahme sollte nicht mit einer zu feinen Kanüle erfolgen. Eine Hämolyse und damit Störungen bei der Analytik können von einem zu kleinen Kanülendurchmesser oder zu hohem Unterdruck bei der Blutentnahme herrühren
  • Röhrchen mit Zusätzen (z.B. Antikoagulanzien) müssen stets bis zur Markierung gefüllt werden, um das exakte Mischungsverhältnis zu erreichen! Im Anschluss an die Blutentnahme müssen die Röhrchen direkt durch Schwenken (nicht Schütteln!) durchmischt werden!
  • Medikamentenspiegel werden in der Regel als Talspiegel bestimmt, d.h. die Probenentnahme erfolgt VOR der nächsten Medikamenteneinnahme. Ausnahmen bilden Spitzenspiegel-Bestimmungen (Entnahme im allgemeinen 30 Minuten nach Medikamenteneinnahme), wobei die Angabe “Spitzenspiegel” auf dem Anforderungsschein erfolgen sollte.
  • Untersuchungsmaterial nicht nach größeren, weniger als 2 Tage zurückliegenden körperlichen Belastungen gewinnen (verfälschte Werte möglich)
  • Proben mit lichtempfindlichen Analyten (v.a. Bilirubin, Porphyrine, beta-Carotin, Vitamin A, B, E und K, Pyridinoline, Neopterin) nicht direktem Sonnenlicht aussetzen und Proben in Alu-Folie wickeln!
  • Entnahmereihenfolge:
    1) Serum
    2) Citratblut
    3) EDTA-/Heparinblut
    4) NaF-Blut
    5) Spurenelement-Röhrchen oder weitere Abnahmeröhrchen
  • aus präanalytischen Gründen empfehlen wir Blutsenkungsröhrchen direkt in der Praxis in einen dafür bereitgestellten Ständer zu stellen und die Blutsenkung nach 1h abzulesen. Der Versand (v.a. stehend) ist problematisch!
  • Hämolyse, Lipämie und Ikterie haben aus technischen Gründen häufig negativen Einfluss auf das Messergebnis
  • Liquorproben müssen vorab im Labor angekündigt werden, um einen raschen Transport der Probe zu gewährleisten!
  • ausreichende Materialmenge entnehmen, besonders bei der Anforderung einer umfangreichen diagnostischen Palette aus einem Material
  • kann für umfangreiche diagnostische Anforderungen nicht ausreichend Probenmaterial gewonnen werden, ist vom Einsender die Priorität festzulegen
  • stets auf sterile Probengefäße achten
  • Probenmaterial möglichst vor Beginn erregerschädigender Maßnahmen (Antibiotika, Antiseptika, antivirale Therapeutika) entnehmen
  • Probenmaterial möglichst am Ort der Infektion entnehmen; wenn dieser nicht bekannt oder zugänglich ist, dann das Material entnehmen, in das die Erreger erfahrungsgemäß übertreten (Blut, Urin, Pleuraflüssigkeit, Ascites)
  • bei aktiver Beteiligung des Patienten bzw. wenn der Patient die Materialentnahme selbst vornimmt, muss zuvor eine ausführliche Unterweisung erfolgen (z.B. bei Stuhl oder Urin)
  • Punktat: Punktion unter streng aseptischen Bedingungen durchführen, bei gleichzeitiger Untersuchung auf Kristalle, Eiweiß sowie Zellzahl benötigen wir ZUSÄTZLICH ein mit Punktat befülltes EDTA Röhrchen.
  • Spontanurin/Mittelstrahlurin: vor Entnahme Genitalien und Hände waschen, erste Urinprobe (ca. 50 ml) in Toilette entleeren, anschließend, ohne Harnstrahl zu unterbrechen, etwa 50 ml in Urinbecher auffangen. Urinbecher fest verschließen und idealerweise im Kühlschrank bei 2-8°C aufbewahren. Achtung: bei lichtempfindlichen Parametern mittels Alu-Folie vor Sonnenlicht schützen!
  • 24h Sammelurin: v.a. für quantitative Untersuchungen; Beginn der Sammelperiode nach dem ersten Morgenurin, danach erfolgt das Sammeln aller Urinproben im Sammelbehälter bis zum nächsten Morgen (inkl. des nächsten Morgenurins) –> Gesamtmenge gut durchmischen und eine Probe davon in einer Urinmonovette einsenden (nur falls angegeben den kompletten Sammelbehälter einschicken!) –> Wichtig: immer die genaue Sammelzeit und Sammelmenge angeben!
  • Katheterurin/Blasenpunktionsurin: steril entnehmen und steriles Uringefäß verwenden, Urinbecher fest verschließen und idealerweise bei 2-8°C lagern, bei längeren Aufbewahrungszeiten (> 2h) bitte Urintauchkultur verwenden. Katheterurin bzw. Blasenpunktionsurin unbeding auf Anforderungsschein vermerken!
  • Urintauchkultur: Nährmedien gleichmäßig und vollständig benetzen –> UTK in sterilen Becher mit Mittelstrahlurin tauchen, abtropfen lassen und wieder verschließen
  • Sputum: Mund vor Gewinnung mit Leitungswasser ausspülen um die Standortflora im Mund zu reduzieren, danach durch Expektoration tiefes Sputum gewinnen (ideal: Morgensputum). Bei Verdacht auf Mykobakterien muss die Spülung mit Leitungswasser entfallen, da im Leitungswasser enthaltene Mykobakterien das Ergebnis verfälschen können. Bitte 3 (aufeinanderfolgende) Tage Sputum gewinnen!
  • Urin auf TB: Bitte 3 (aufeinanderfolgende Tage) Urin gewinnen (Morgenurin)
  • Trachael-/Bronchialsekret: besser geeignet als Sputum für Diagnostik tiefer Atemwegsinfektionen, Anaerobierinfektionen, Pilzinfektionen und Tuberkulosediagnostik –> unter sterilen Bedingungen absaugen und Sekret in Probengefäß überführen. Abstriche und Absaukatheter sind ungeeignet
  • Abstriche allgemein: im Leistungsverzeichnis sind unter “Mikrobiologie” und den entsprechenden Abstricharten die empfohlenen Abstrichsysteme ersichtlich. Trockene Tupfer sind eSwabs dabei unterlegen (v.a. bei zeitgleicher Anforderung von mikrobiologischen und molekularbiologischen Untersuchungen). Bei Anerobiern unbedingt Geltupfer verwenden!
  • Stuhl: auf sterile Probenentnahme achten, Kontakt der Probe mit Toilettenwasser verfälscht das Ergebnis! Mittel Schraublöffel das sterile innenliegende Gefäß zu ca. 1/3 füllen –> bei blutigen/schleimigen Stellen vor allem Probe auch hier entnehmen! Probe möglichst schnell ins Labor senden, sonst im Kühlschrank aufbewahren. Zum Ausschluss einer infektiösen Enteritis sollten Stuhluntersuchungen an drei aufeinanderfolgenden Tagen vorgenommen werden. Ein einzelnes negatives Ergebnis schließt eine infektiöse Gastritis nicht aus!
Die Identifikationssicherung bzw. Übereinstimmung von Patientendaten und Material(ien) hat absolute Priorität (vgl. RiLi-BÄK). Fehlende Eindeutigkeit schließt eine Bearbeitung des Untersuchungsauftrages aus.

Das Antragsformular und alle benötigten Probenröhrchen sollten erfahrungsgemäß vor der Materialentnahme beschriftet bzw. barcodiert werden. Die Identifizierung sollte stets auf dem Primärgefäß erfolgen. Die Beschriftung der Proben sollte mit wasserfesten Filzstiften erfolgen.

Eine richtige Etikettierung der Proben ist gewährleistet wenn:
  • freie Sicht auf Probenmaterial / Kontrolle des Füllstandes möglich ist
  • Schraubverschluss ungehindert zu entfernen ist
  • Röhrchen und Etikett in der Zentrifuge nicht verklemmen oder verkleben können

Folgende Daten müssen bei einer Anforderung enthalten sein:
  • Name, Vorname
  • Geburtsdatum
  • Diagnose
  • Einsender
  • Material, ggf. Sammelzeit und Sammelmenge (v.a. bei Urinen)
  • Geschlecht
  • ggf. Entnahmedatum und Entnahmezeit
  • ICD-Code
  • ggf. Ausnahmekennziffer (Muster-10-Beleg)
Bei mikrobiologischen Untersuchungsmaterialien werden zusätzlich benötigt:
  • Entnahmestelle und Materialart (z.B.: Punktat, Mittelstrahlurin, Katheterurin)
  • bisherige Therapie und Medikation, evtl. Erkrankungsbeginn
Bei umwelthygienischen Untersuchungsmaterialien werden zusätzlich benötigt:
  • Sterilisatoren Überprüfung: räumliche Lage der Bioindikatoren im zu überprüfenden Gerät angeben (z.B.: oben, unten, hinten, vorn usw.)
Für den Ablauf der Materialentnahme gilt folgende Empfehlung:
1. Beschriften/Bekleben der Probenröhrchen
2. Datenabgleich (Auftrag/Patient; ggf. nochmalige Patientenbefragung)
3. Materialgewinnung & Datum-/Uhrzeit-Dokumentation
4. Sind die Stammdaten zum Zeitpunkt der Materialgewinnung nicht bekannt, müssen entsprechende Kennzeichnungen erfolgen (z.B. Unfall, Geschlecht, Code/Aufnahme-Nummer, Datum und Zeitpunkt der Materialgewinnung, speziell verabreichte Medikation wie Infusionslösungen, Plasmaexpander, Antithrombotika/ Antikoagulantien usw.).
Nach der Probenentnahme muss das gewonnene Untersuchungsmaterial bis zum Transport ins Labor gelagert werden. Die richtigen Lagerungs- und Transportbedingungen sind präanalytisch essentiell. Fehler können hierbei falsche Messergebnisse nach sich ziehen.

Die nachfolgende Tabelle bildet Richtwerte für die Lagerung der unterschiedlichen Probenmaterialien. Achtung: Einzelne Anforderungen, wie z.B. T-Spot, können jedoch abweichende Lagerungsbedingungen haben und damit Ausnahmen bilden!


Kühlschrank (2-8°C)
Raumtemperatur
Vollblut/Serum (aufrecht lagern!)
für alle Untersuchungen
Citrat-Blut
Gerinnungsuntersuchungen
Sputum
für alle Untersuchungen
Li-Heparin-Blut
IGRA, Metallanalysen
Urin
für alle Untersuchungen außer Tauchkultur
Urintauchkultur
mikrobiologische Untersuchungen
Stuhl
für alle Untersuchungen
NaF-Blut
für alle Untersuchungen
Speichel
für alle Untersuchungen
Blutkulturen
für Mikrobiologie und Molekularbiologie
Ejakulat
für alle Untersuchungen
Abstriche
für alle Untersuchungen
Punktate
für alle Untersuchungen
Hautschuppen, Haare, Nägel, Wimpern
für alle Untersuchungen
EDTA-Blut
Viruslastbestimmung, v.a. PCR Untersuchungen (z.B. HIV)
EDTA-Blut
Blutbild, HLA- und Lymphozyten-Typisierung, LDH-Isoenzyme, Cyclosporin A, Zytogenetik, Chromosomenanalysen
Liquor
für mikrobiologische Untersuchungen
Liquor
für immunologische Untersuchungen (aber binnen 1 Std. ins Labor!)


Blut
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Mikrobiologie
Klicken Sie auf die Grafik für eine Detailansicht.


Blut- sowie mikrobiologische Proben werden bei uns i.d.R. für sieben Tage aufbewahrt. Nachforderungen sind in einem begrenzten Rahmen möglich, jedoch häufig parameterspezifisch. Bitte fragen Sie dies telefonisch bei uns nach. Eine Abnahme einer erneuten Probe ist einer Nachforderung in jedem Fall vorzuziehen.

Qualitätsanspruch

Medizinische Laboratorien stellen mit ihren diagnostischen Analysen und Untersuchungen einen Grundpfeiler im Gesundheitssystem dar.

Wir als medizinisches Laboratorium wollen Sie mit qualitativ hochwertigen Untersuchungsergebnissen, schnellen und persönlichen Konsultationen zu Vorgehensweisen, Parametern, Problemen und fachlichen Fragen aller Art, bei der Erstellung Ihrer Diagnosen begleiten. Durch die Umsetzung der Anforderungen der Rili-BäK 2019 und der zielorientierten gelebten Unternehmenspolitik ist die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement bei uns allgegenwärtig. Kontinuierlich verbessern wir unsere Arbeit und lassen den aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik einfließen, immer vereint mit dem Gedanken der Risikominimierung von Patient und Personal. Dabei ermöglichen uns die Teilnahmen an den externen Ringversuchen eine Prüfung und Überwachung der eigenen Qualitätssicherung.

Gern lassen wir Ihnen unsere Ringversuchszertifikate auf Anfrage zukommen.

Kompetenz

modernster Technologie und hochqualifizierte Fachkräfte



Wir bieten eine breite Palette an diagnostischen Tests und Untersuchungen an, um Ihnen eine schnelle und präzise Diagnose zu ermöglichen. Vertrauen Sie auf unsere Kompetenz und langjährige Erfahrung in der medizinischen Diagnostik, Mikrobiologie und Laboratoriumsmedizin.




Wir sind für Sie da.

Allgemeines


Zentrale

Telefon 037608/2732-0
Fax
037608/2732-01
info@admedia-diagnostik.de


Befundauskunft

Telefon 037608/2732-29
Fax
037608/2732-01

Materialbestellung

Telefon 037608/2732-24
Fax
037608/2732-01
bestellung@admedia-diagnostik.de

Abrechnung

Telefon 037608/2732-25
Fax
037608/2732-16
abrechnung@admedia-diagnostik.de

Geschäftsleitung


Standortleitung
Kati Gumnior

Telefon 037608/2732-0
Fax
037608/2732-16
kati.gumnior@admedia-diagnostik.de

Ärztliche Leitung
Dr. med. Sebastian E. Rudolph
Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie
Facharzt für Notfallmedizin
Facharzt für Laboratoriumsmedizin

Telefon 037608/2732-0
Fax
037608/2732-16
s.rudolph@admedia-diagnostik.de

Wissenschaftliche Mitarbeiter


Dipl. Biologin Katja Grahmann

Telefon 037608/2732-20
Fax
037608/2732-19
k.grahmann@admedia-diagnostik.de


Dipl. Biologin Nicole Riedel

Telefon 037608/2732-17
Fax
037608/2732-19
n.riedel@admedia-diagnostik.de


M. Sc. Tom Jandt

Telefon 037608/2732-0
tom.jandt@admedia-diagnostik.de


Hygienelabor
Katrin Tetzner

Telefon 037608/2732-18
Fax
037608/2732-19
khyg@admedia-diagnostik.de


Qualitätsmanagement
Marcel Jäger

Telefon 037608/2732-26

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Julia Herrmann

Fachärztin bei ADMEDIA



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völlig überraschend verstarb am 18. Juni unser langjähriger und geschätzter Kollege

Dr. med. Bernd-Michael Klapper


Wir fühlen mit seiner Familie und werden diesen außergewöhnlichen Fachmann nie vergessen.